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58 Fachbegriffe in dieser Kategorie

  1. Ralf Herrmann ·
    In der Kalligrafie und im Lettering werden die Anfangs- und Endbuchstaben von Wörtern oder Sätzen sowie bestimmte Kleinbuchstaben (meist solche mit mit Ober- und Unterlängen) gern schwungvoller und ausladender ausgestaltet als es bei Satzschriften für Mengentexte üblich oder gar möglich wäre. Auch Satzschriften können jedoch entsprechende Buchstaben als Varianten enthalten, die dann Schwungbuchstaben heißen. Bei der Anwendung ist darauf zu achten, dass Schwungbuchstaben kontextabhängig gesetzt w
    • 9.872 Aufrufe
  2. Ralf Herrmann ·
    Die Sulzbacher Form ist ein Gestaltungsprinzip des Eszett-Kleinbuchstabens. Der Name leitet sich von der Sulzbacher Übersetzung von Boethius’ »Trost der Philosophie« ab, die 1667 von Abraham Lichtenthaler gedruckt wurde. Der Druck benutzt ein eigens geschnittenes Antiqua-ß. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts traten für das Fraktur-ß im Antiqua-Satz noch verschiedene Schreibungen wie ss, ſs, sz, ſz ein. In der Folge der Orthografischen Konferenzen fand sich am 25. März 1903 im Deutschen Buchgewer
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  3. Ralf Herrmann ·
    Schaftstiefelgrotesk ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für den Stil schlichte Gotisch (siehe zugehöriger Wiki-Artikel). Schriften dieses Stils erschienen in den 1930er-Jahren im Fahrwasser der Modernisierungsbestrebungen rund um Bauhaus, Neue Typographie etc., die sich in den 1920er-Jahren vor allem auf die Gestaltung und Nutzung von Groteskschriften auswirkten.  Hans Peter Willberg schreibt im Buch »Fraktur« (Hermann Schmidt Verlag Mainz, 1993), dass »der Setzervolksmund« schon in de
    • 11.905 Aufrufe
  4. Ralf Herrmann ·
    Schablonenschriften (Beispiele) verzichten typischerweise auf geschlossene Binnenformen (Punzen). Im Ergebnis lassen sich mit diesen Schriften oft physische Schablonen zum Zeichnen, Sprühen etc. erstellen. Schriften bzw. Schnitte dieser Art tragen oft die englische Bezeichnung »Stencil« im Namen. Der typische Stil dieser Schablonenschriften wird aber bei digitalen Schriften auch teilweise als rein stilistisches Merkmal eingesetzt und die Erstellung von Schablonen ist dann nicht immer
    • 1.626 Aufrufe
  5. Pachulke ·
    Wenn beim Druck von Bleisatz Blindmaterial (Spatien, Ausschluss, Regletten etc.) nach oben rutscht (das sogenannte »Steigen«) und beim Erreichen der Schrifthöhe versehentlich mitgedruckt wird, sieht man dies im Druckbild. Diese Unsauberkeiten nennt man Spieße. Beim Satz auf der Linotype oder der Ludlow kann ein sehr ähnlicher Effekt durch Fehler im Guss oder schadhafte Matrizen entstehen.
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  6. Ralf Herrmann ·
    Die Signatur ist eine Einkerbung an einem Bleisatzbuchstaben, mitunter auch eine Kombination mehrerer Einkerbungen. Sie zeigt dem Schriftsetzer an, ob die Buchstaben richtig herum in den Winkelhaken gesetzt wurden und – durch Variation in Positionierung und Größe – ob die Lettern zur gleichen Schrift gehören. Komplettguss-Lettern habe eine gerundete Signatur, Monotype-Lettern eine eckige.  
    • 4.556 Aufrufe
  7. Ralf Herrmann ·
    Eine Schriftsippe vereint Schriftfamilien unterschiedlicher Schriftstile (z.B. Antiqua, Grotesk, Egyptienne) innerhalb einer zusammengehörigen Großfamilie. 
    • 5.458 Aufrufe
  8. Ralf Herrmann ·
    Alternative Bezeichnung für Egyptienne-Schriften (Details siehe verlinkter Eintrag). 
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  9. Ralf Herrmann ·
    Alternative Bezeichnung für Grundstrich. 
    • 3.042 Aufrufe
  10. Ralf Herrmann ·
    Im Bleisatz bezeichnet Steg ein Stück Blindmaterial zum Auffüllen größerer, nichtdruckender Räume. Hierzulande sind Stege in der Regel metallisch. Im angloamerikanischen Raum sind die Stege eher aus Holz und werden dementsprechend auch »Furniture« genannt. 
    • 3.348 Aufrufe
  11. Ralf Herrmann ·
    Das Spatium (Plural: Spatien) bezeichnet im Handsatz die schmalsten Teile des Ausschlusses, die insbesondere dem Füllen (Ausschließen) der Zeile und dem Sperren von Textstellen dienen. In Quellen des 19. Jahrhunderts schließt der Begriff noch Breiten eines Drittel-Gevierts und kleiner ein. Im 20. Jahrhundert wurden eher die absoluten Breiten ½ Punkt, 1 Punkt und 1½ Punkt üblich. Spatien können aus verschiedenen Materialien wie Blei und Messing bestehen. Auch (selbstgemachte) Papierspatien können
    • 8.148 Aufrufe
  12. gutenberger ·
    Beim Bleisatz werden die Lettern zeilenweise in den Winkelhaken gesetzt und ins Satzschiff gestellt, wo dann die einzelnen Kolumnen zusammengefügt werden. Das Satzschiff ist ein auf meist drei (manchmal auch nur zwei) Seiten mit einem hochstehenden Rand versehenes stabiles rechteckiges Blech. Die vierte Seite (in der Regel eine Schmalseite) bleibt oft ohne diese Begrenzung, damit man den ausgebundenen Satz auf eine Schließplatte schieben kann. Bei vielen Satzschiffen kann man diese vierte S
    • 5.487 Aufrufe
  13. Ralf Herrmann ·
    Im Kontext der Typografie steht Subsetting für die Entfernung von nicht benötigten Glyphen aus einem Font.  Das Ziel ist in der Regel die Verkleinerung des Datenbedarfes und Subsetting kommt daher zum Beispiel bei Webfonts und bei der Einbindung von Fonts in PDF-Dateien zum Einsatz. Subsetting kann auch lizenzrechtlich erforderlich sein. So verlangen viele Anbieter von kommerziellen Schriften, dass die Einbindung der Schriften in PDFs nur mit aktiviertem (automatischem) Subsetting erfolgt. Dadur
    • 4.222 Aufrufe
  14. Ralf Herrmann ·
    Die Stereotypie ist ein Verfahren, bei dem aus in der Regel kompletten Hochdruckformen (z.B. Zeitungsseiten) zunächst vertiefte Formen abgenommen werden. Von diesen sogenannten Matern können dann durch Abguss wiederum Druckplatten bzw. halbrunde Druckformen (»Rundstereos«) hergestellt werden können. Druckformen konnten so günstig anstelle von Stehsatz für einen erneuten Druck aufbewahrt werden, der Druck beschädigte die Lettern nicht mehr und die Nutzung von Rundstereos erlaubte den Druck von fl
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  15. Ralf Herrmann ·
    Ein Schriftgießer stellt Druckbuchstaben (»bewegliche Lettern«) her. Dazu wird eine durch Hitze flüssig gehaltene Metall-Legierung aus (in aller Regel) Blei, Antimon und Zinn in eine Negativform (»Matrize«) gegossen. Dies geschah über Jahrhunderte und seit der Zeit Johannes Gutenbergs mithilfe des Handgießinstruments. Erst im Zuge der Industriellen Revolution wurde diese Tätigkeit durch Gießmaschinen ersetzt.  
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  16. Ralf Herrmann ·
    Der Schriftsetzer (oder kurz Setzer) führt in die Tätigkeit des Setzens  aus – also das Zusammenfügen von beweglichen Lettern zu Wörtern, Zeilen und ganzen Druckformen. Im traditionellen Buchdruckverfahren gehörte auch die Korrektur und das Ablegen des Satzes dazu. Schriftsetzer war über lange Zeit ein Ausbildungsberuf, der in in der Regel in zwei bis vier Jahren erlernt wurde.  Mit der Etablierung des Maschinensatzes entstand um 1900 eine Trennung in Handsetzer und Maschinensetzer. Mit der
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  17. Ralf Herrmann ·
    Das Setzen ist in der Typografie das Aneinanderreihen von beweglichen Lettern zum Zwecke der Bildung von Wörtern, Zeilen, Spalten und Druckformen. Das Ergebnis dieser Arbeit wird als Satz bezeichnet. 
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  18. Ralf Herrmann ·
    »Ein Schweizerdegen ist ein Mann, der setzen und auch drucken kann.« Der Schweizerdegen ist ein Schriftsetzer und Buchdrucker in Personalunion. In der Hierarchie der Buchdruckerei steht er zwischen Meister und Gehilfe. Er muß beide Berufe beherrschen, also auch einen Entwurf skizzieren und eine Druckform zurichten.
    • 12.128 Aufrufe
  19. Ralf Herrmann ·
    Im Setzkasten werden in der Handsetzerei die Lettern eines Schriftschnitts in einer Schriftgröße aufbewahrt. Die Einteilung und Belegung der Fächer ist standardisiert. Es existieren jedoch unterschiedliche Einteilungen/Belegungen für unterschiedliche Länder, Sprachen und Schriftstile (wie Antiqua und Fraktur).    Schriftkästen werden grundsätzlich in Kästen für liegende Schriften und Steckschriftenkästen (ohne Fächer mit aufrecht stehenden Lettern) unterteilt. Steckschriftkästen werden
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  20. Ralf Herrmann ·
    Durch die schräge Haltung eines Schreibgerätes – z.B. einer Breitfeder – verändert sich beim Schreiben die Strichstärke und es entsteht ein charakteristischer Schreibduktus. Bei Rundungen zeigt sich hierbei eine Achse zwischen den Stellen mit der geringsten Strichstärke: die Schattenachse. Bei der Einordnung von Schriften in Systeme zur Schriftklassifikation ist die Schattenachse ein wichtiges Kriterium, da sie ein typisches Merkmal verschiedener Schriftepochen darstellt.
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  21. Ralf Herrmann ·
    Ein Schusterjunge ist eine einzelne, erste Zeile eines Absatzes, die als letzte Zeile am Ende einer Seite oder Spalte steht.
    • 9.935 Aufrufe
  22. Ralf Herrmann ·
    Spationieren bedeutet im engeren Sinne das Modifizieren der Buchstabenabstände im Bleisatz durch das Einfügen von Spatien. Da die Buchstabenabstände im Digitalsatz heute völlig beliebig ausfallen können – auch im negativen Bereich – wird der Begriff heute zunehmend weiter gefasst und beschreibt jegliche Feinkorrektur der Buchstabenabstände.
    • 7.802 Aufrufe
  23. Ralf Herrmann ·
    Seitenansprache (englisch: Pull quote) nennt man aus Fließtexten herausgestellte Textauszüge, die den Betrachter zum Lesen des Textes animieren sollen.
    • 5.793 Aufrufe
  24. Ralf Herrmann ·
    Softcover ist die englische, aber auch im Deutschen weit verbreitete Bezeichnung für eine Broschur. 
    • 2.822 Aufrufe
  25. Ralf Herrmann ·
    Der Schmutztitel ist eine dem Titelblatt vorangestellten Seite und in der Regel die erste Seite des Buchblocks. Der Schmutztitel enthält deutlich weniger Informationen als das Titelblatt, mindestens aber den Titel des Buches selbst. 
    • 6.326 Aufrufe

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