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58 Fachbegriffe in dieser Kategorie

  1. Ralf Herrmann ·
    Im Setzkasten werden in der Handsetzerei die Lettern eines Schriftschnitts in einer Schriftgröße aufbewahrt. Die Einteilung und Belegung der Fächer ist standardisiert. Es existieren jedoch unterschiedliche Einteilungen/Belegungen für unterschiedliche Länder, Sprachen und Schriftstile (wie Antiqua und Fraktur).    Schriftkästen werden grundsätzlich in Kästen für liegende Schriften und Steckschriftenkästen (ohne Fächer mit aufrecht stehenden Lettern) unterteilt. Steckschriftkästen werden
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  2. Ralf Herrmann ·
    Setzlinien sind schmale Streifen (zum Beispiel aus Neusilber, Messing oder Blei), die an den Seiten zwei »Ohren« zum leichteren Anfassen besitzen. Mit den Setzlinien wird das Ausheben der Zeile erleichtert. Außerdem ist es mit eingeschobenen Setzlinien leichter, mehrere Zeilen auf einmal im Winkelhaken aufzureihen. Die Setzlinie kann etwas kürzer als die Satzbreite sein, um die Beweglichkeit der Linie zu garantieren. 
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  3. gutenberger ·
    Beim Bleisatz werden die Lettern zeilenweise in den Winkelhaken gesetzt und ins Satzschiff gestellt, wo dann die einzelnen Kolumnen zusammengefügt werden. Das Satzschiff ist ein auf meist drei (manchmal auch nur zwei) Seiten mit einem hochstehenden Rand versehenes stabiles rechteckiges Blech. Die vierte Seite (in der Regel eine Schmalseite) bleibt oft ohne diese Begrenzung, damit man den ausgebundenen Satz auf eine Schließplatte schieben kann. Bei vielen Satzschiffen kann man diese vierte S
    • 5.487 Aufrufe
  4. Ralf Herrmann ·
    .sfont ist der Suffix einer Fontdatei nach Composite-Font-Representation-Standard.
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  5. Ralf Herrmann ·
    Die Signatur ist eine Einkerbung an einem Bleisatzbuchstaben, mitunter auch eine Kombination mehrerer Einkerbungen. Sie zeigt dem Schriftsetzer an, ob die Buchstaben richtig herum in den Winkelhaken gesetzt wurden und – durch Variation in Positionierung und Größe – ob die Lettern zur gleichen Schrift gehören. Komplettguss-Lettern habe eine gerundete Signatur, Monotype-Lettern eine eckige.  
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  6. Ralf Herrmann ·
    Englische Bezeichnung für Serifenbetonte Linear-Antiqua bzw. Egyptienne
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  7. Ralf Herrmann ·
    Das englische slanted (»geneigt«) ist neben sloped eine alternative Bezeichnung für Oblique-Text, also schräggestellte Schrift ohne spezifische Kursivformen. Mehr dazu im zugehörigen Artikel.
    • 4.786 Aufrufe
  8. Ralf Herrmann ·
    Englische Bezeichnung für Kapitälchen
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  9. Ralf Herrmann ·
    Softcover ist die englische, aber auch im Deutschen weit verbreitete Bezeichnung für eine Broschur. 
    • 2.822 Aufrufe
  10. Ralf Herrmann ·
    Spationieren bedeutet im engeren Sinne das Modifizieren der Buchstabenabstände im Bleisatz durch das Einfügen von Spatien. Da die Buchstabenabstände im Digitalsatz heute völlig beliebig ausfallen können – auch im negativen Bereich – wird der Begriff heute zunehmend weiter gefasst und beschreibt jegliche Feinkorrektur der Buchstabenabstände.
    • 7.802 Aufrufe
  11. Ralf Herrmann ·
    Das Spatium (Plural: Spatien) bezeichnet im Handsatz die schmalsten Teile des Ausschlusses, die insbesondere dem Füllen (Ausschließen) der Zeile und dem Sperren von Textstellen dienen. In Quellen des 19. Jahrhunderts schließt der Begriff noch Breiten eines Drittel-Gevierts und kleiner ein. Im 20. Jahrhundert wurden eher die absoluten Breiten ½ Punkt, 1 Punkt und 1½ Punkt üblich. Spatien können aus verschiedenen Materialien wie Blei und Messing bestehen. Auch (selbstgemachte) Papierspatien können
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  12. Ralf Herrmann ·
    Mit Sperren oder Sperrsatz bezeichnet man eine deutlich sichtbare Erweiterung der Buchstabenabstände. Dies kann aus stilistischen Gründen erfolgen oder zur Auszeichnung von Textstellen (z.B. im Fraktursatz). Eine Zeile Text mit einem g e s p e r r t e n Wort.
    • 11.507 Aufrufe
  13. Ralf Herrmann ·
    Ein Spiegelstrich ist ein horizontaler, der Gliederung dienender Strich am Anfang eines Absatzes, der meist zur Darstellung von Aufzählungen verwendet wird. Der Begriff verweist auf die Anwendung, nicht auf das zu verwendende Zeichen selbst. In der Typografie kommen vor allem der Geviert- und der Halbgevierstrich als Spiegelstrich zum Einsatz. 
    • 20.373 Aufrufe
  14. Pachulke ·
    Wenn beim Druck von Bleisatz Blindmaterial (Spatien, Ausschluss, Regletten etc.) nach oben rutscht (das sogenannte »Steigen«) und beim Erreichen der Schrifthöhe versehentlich mitgedruckt wird, sieht man dies im Druckbild. Diese Unsauberkeiten nennt man Spieße. Beim Satz auf der Linotype oder der Ludlow kann ein sehr ähnlicher Effekt durch Fehler im Guss oder schadhafte Matrizen entstehen.
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  15. Ralf Herrmann ·
    Bei der Spitzkolumne (auch Schlusskolumne) füllt der Textblock nicht den kompletten Satzspiegel nach unten aus (z.B. am Kapitelende). Der Name Spitzkolumne leitet sich aus der Konvention ab, in diesem Falle den Satz gegebenenfalls dekorativ verjüngend und/oder mit einer spitzen Vignette abschließen zu lassen. Im Englischen heißt diese Satzweise Tapered centring oder Tapered setting.
    • 5.672 Aufrufe
  16. Ralf Herrmann ·
    Mit splendid wird Schriftsatz bezeichnet, der besonders stark durchschossen ist.
    • 5.336 Aufrufe
  17. Ralf Herrmann ·
    Kleine Ausbuchtung (die keine vollwertige Serife bildet) oder Ende eines Stammstriches, insbesondere an Stellen, wo Stämme und Rundungen zusammentreffen. 
    • 5.822 Aufrufe
  18. Ralf Herrmann ·
    Der staromat war ein Fotosatz-Gerät der H. Berthold AG. Das Gerät wurde ursprünglich durch die Film-Klischee GmbH entwickelt und kam durch den Aufkauf des Unternehmens zu Berthold. Im Gegensatz zum ebenfalls von Berthold vertriebenen diatype-Gerät, musste der staromat unter Rotlicht in der Dunkelkammer betrieben werden. Der grundlegende Aufbau war identisch zu herkömmlichen fotografischen Vergrößerungsapperaten. Statt Fotonegativen konnte man jedoch Schriftsstreifen aus Plastik einlegen und so B
    • 4.214 Aufrufe
  19. Ralf Herrmann ·
    Im Bleisatz bezeichnet Steg ein Stück Blindmaterial zum Auffüllen größerer, nichtdruckender Räume. Hierzulande sind Stege in der Regel metallisch. Im angloamerikanischen Raum sind die Stege eher aus Holz und werden dementsprechend auch »Furniture« genannt. 
    • 3.348 Aufrufe
  20. Ralf Herrmann ·
    Stehsatz oder stehender Satz ist (in der Regel ausgebundener) Satz, der für eine spätere Wiederbenutzung aufbewahrt wird, statt nach dem Druck abgelegt zu werden. 
    • 7.019 Aufrufe
  21. Ralf Herrmann ·
    Stempel bezeichnet in der Typografie die vom Stempelschneider aus Stahl geschnittene Positiv-Form eines Buchstabens. Der fertige Stempel wird später in ein weicheres Material abgeschlagen, wodurch die Negativform (Matrize) für den Guss der Lettern entsteht. 
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  22. Ralf Herrmann ·
    Der Stempelschneider arbeitet mit Sticheln und Feilen aus einen Stahlstift die seitenverkehrte Positivvorlage eines Buchstabens heraus. Der Stempel dient im Anschluss zur Herstellung der Negativform (Matrize), von der die Lettern gegossen werden können.    In ſtiller Klauſe ganz für ſich wirkt hier an ſeinem Arbeitstiſch mit ſcharfem Aug’ und Seelenruh der Stempelſchneider immerzu. Er formt die Sticheln mancherlei in hartem Stahl, in weiches Blei mit Feil’ und Gegenpunze ba
    • 7.361 Aufrufe
  23. Ralf Herrmann ·
    Die Stereotypie ist ein Verfahren, bei dem aus in der Regel kompletten Hochdruckformen (z.B. Zeitungsseiten) zunächst vertiefte Formen abgenommen werden. Von diesen sogenannten Matern können dann durch Abguss wiederum Druckplatten bzw. halbrunde Druckformen (»Rundstereos«) hergestellt werden können. Druckformen konnten so günstig anstelle von Stehsatz für einen erneuten Druck aufbewahrt werden, der Druck beschädigte die Lettern nicht mehr und die Nutzung von Rundstereos erlaubte den Druck von fl
    • 5.150 Aufrufe
  24. Ralf Herrmann ·
    Ein Streckenstrich ist ein horizontaler Strich, der bei Streckenangaben – etwa in Fahrplänen (Beispiel: »Hamburg–Berlin«) – zum Einsatz kommt. Verwendet wird hier in der Regel der Halbgeviertstrich. Die Länge des Zeichens sollte sich dabei deutlich vom Bindestrich unterscheiden, um die dargestellten Worte nicht als durchgekoppelt erscheinen zu lassen. 
    • 9.390 Aufrufe
  25. Ralf Herrmann ·
    Die Strichstärke beschreibt die Breite des physischen oder gedachten Schreibgerätes einer Schrift. Schriftfamilien sind in der Regel in verschiedenen Strichstärken (englisch: weights) ausgebaut, z.B. leicht, normal, fett, extrafett etc. Die charakteristische Änderung der Strichstärke während des Schreibens ist ein wesentliches Merkmal des »Duktus« der Schrift.
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