Jump to content
Typografie.info
  • A…



    1. 1

      Abklatsch

      Als Abklatsch wird in der Druckerei ein einfacher Probeabzug bezeichnet, der nicht über die Presse gefertigt wird. Stattdessen wird das Papier auf die Hochdruckvorlage gelegt und mit einer Bürste abgeklopft, so dass sich die Farbe auf dem Papier niederschlägt. Das klopfende Geräusch dabei prägte den Begriff. 
    2. 2

      Ablegen

      Diese Tätigkeit bezeichnet das Zurücklegen der Lettern in die Schriftkästen nach dem Druck.  Im engeren Sinne bezieht sich der Begriff nur auf liegende Schriften, die mit ihrem Blindmaterial in Setzkästen zurückgelegt werden.  Im weiteren Sinne kann sich Ablegen auch auf das Aufräumen aller Elemente nicht mehr benötigten Satzes (einschließlich Steckschriften, Linien, Vignetten, Stege etc.) beziehen. 
    3. 3

      Abnudeln

      Im Bleisatz der Prozess der Herstellung von Probeabzügen mittels eines Zylinders, der in seiner ursprünglichen Form einem Nudelholz nicht unähnlich war.
    4. 4

      Abteilungssternchen

      Abteilungssternchen kennzeichnen den Beginn eines neuen inhaltlichen Bereiches und können alternativ zu einer Abteilungslinie oder einem vergrößerten vertikalen Leerraum verwendet werden. Die übliche Satzweise ist: * ⁎ *
    5. 5

      Abziehpresse

      Als Abziehpressen bezeichnet man einfache Druckpressen, die hauptsächlich der Anfertigung von Korrekturabzügen dienen, aber auch für Kleinauflagen einsetzbar sind. Abziehpressen benutzen einen beweglichen Gegendruckzylinder, der über die Form gezogen wird.    Einfachste »nudelholzartige« Form einer Abziehpresse    Manuelle Abziehpresse mit optional einsetzbaren, ebenfalls manuell zu führenden Farbwalzen
    6. 6

      Adobe Type Manager

      Der Adobe Type Manager ist eine Anwendung die dazu diente, Fonts im PostScript-Type-1-Format auf dem Bildschirm mit Kantenglättung anzuzeigen. Das Programm war in älteren Betriebssystem-Versionen von Windows und des Mac OS notwendig, da diese zunächst lediglich TrueType-Fonts am Bildschirm sauber bzw. überhaupt darstellen konnten. Der Adobe Type Manager (kurz ATM) war in den Varianten Light und Deluxe erhältlich. Die Deluxe-Version war auch als Fontmanager einsetzbar. Da die Programme aber von Adobe nicht weiterentwickelt werden und die Unterstützung von PostScript-Type1-Fonts später direkt in die Betriebssysteme integriert wurden, ist die Verwendung des ATM heute nicht mehr üblich oder gar notwendig.
    7. 7

      AFM

      AFM steht für Adobe Font Metrics und ist der Suffix einer Datei die zu einem Postscript-Type 1-Font gehört. Die AFM-Datei enhalten Metrik-Daten wie zum Beispiel Unterschneidungswerte und wird zum Beispiel unter Unix eingesetzt. Windows benötigt lediglich die PFB- und PFM-Dateien.
    8. 8

      Ahle

      Ein Werkzeug, das im Bleisatz zum Korrigieren und zum Ausbinden des fertigen Satzes benutzt wird.
    9. 9

      Akkolade

      Der Begriff Akkolade (von französisch accolade: Umarmung) bezeichnet in der Typografie Klammern, die einen größeren Umfang haben als jene, die man üblicherweise in einzelnen Schriftzeilen einsetzt. Sie können dekorative oder spezifische Anwendung (z.B. im Mathematik- und Notensatz) haben und aus einem Stück oder Einzelstücken zusammengesetzt sein.  
    10. 10

      Akzidenz

      Im Gegensatz zu Werken, Zeitungen usw. jede andere zufällig vorkommende Drucksorte.
    11. 11

      Akzidenzsatz

      Akzidenzsatz bezeichnet den Satz von so genannte Gelegenheitsdrucksachen wie Visitenkarten, Prospekten usw, der sich damit insbesondere vom Werksatz in der Buchproduktion abgrenzte. Wie der Gattungsbegriff Buchdruck und der zugehörige Begriff des Buchdruckers schon aufzeigen, war die Fertigung von Büchern lange Zeit das wesentliche Produkt des Satzes mit beweglichen Lettern. Daneben »zufällig« hereinkommende, kleinere Aufträge wurden entsprechend als Akzidenz (von lateinisch accidens → zufällig/unwesentlich) bezeichnet. 
    12. 12

      Aldusblatt

      Bereits in der Antike wurde das Hedera-Zeichen (lateinisch für Efeu) als Interpunktionszeichen eingesetzt. In der Renaissance wurde das Zeichen als Ornament – zum Beispiel zur Zierde von Titelblättern – wiederentdeckt und zur heute bekannten Herzform stilisiert. Der berühmte italienische Drucker und Verleger Aldus Manutius (1448–1515) setzte es häufig ein, weshalb man heute auch immer wieder vom Aldusblatt spricht.
    13. 13

      Anführungszeichen

      Anführungszeichen sind Satzzeichen, die am Anfang und Ende einer direkten Rede, eines wörtlichen Zitats, Titels, Namens oder einer anderweitig herauszustellenden Wendung stehen. Deutsche Anführungszeichen Das Zollzeichen " auf der Taste   2   der Computer-Tastatur ist kein typografisch korrektes Anführungszeichen. So sehen die deutschen Standard-Anführungszeichen aus. Als Eselsbrücke dienen die Zahlen 99/66. Tastaturkürzel: führendes Anführungszeichen: Windows:   ALT   +   0    1    3    2   Mac OS:   Wahltaste   +   ˆ   Linux/Xorg:   Compose     ,    "   schließendes Ausführungszeichen: Windows:   ALT   +   0    1    4    7   Mac OS:   Wahltaste   +   2   Linux/Xorg:   Compose     <    "   (Tipp für Windows-Benutzer: Halten Sie die ALT-Taste gedrückt, drücken Sie dann auf dem Nummernblock Ihrer PC-Tastatur den 4-stelligen Zahlencode; lassen Sie die ALT-Taste wieder los; das Zeichen erscheint) Guillemets im Deutschen Die Guillemets werden vor allem im Werksatz eingesetzt, da sie sich harmonischer in Fließtexte einfügen. Tastaturkürzel: führendes Anführungszeichen: Windows:   ALT   +   0    1    8    7    Mac OS:   Umschalt   +   Wahltaste   +   Q   Linux/Xorg:   Compose     >    >   schließendes Ausführungszeichen: Windows:   ALT   +   0    1    7    1   Mac OS:   Wahltaste   +   Q   Linux/Xorg:   Compose     <    <   Englische Quotation Marks Diese Schreibweise (auch »Curly Quotes« genannt) ist nur für englische Texte erlaubt. Als Eselsbrücke dienen die Zahlen 66/99. Tastaturkürzel: führendes Anführungszeichen: Windows:   ALT   +   0    1    4    7    Mac OS:   Wahltaste   +   2   Linux/Xorg:   Compose     <    "   schließendes Ausführungszeichen: Windows:   ALT   +   0    1    4    8    Mac OS:   Wahl   +   Umschalt   +   2   Linux/Xorg:   Compose     >    "   Französische Guillemet-Schreibweise Im Französischen muss vor dem ersten und nach dem letzten durch Guillemets eingeschlossenen Wort ein Leerzeichen eingefügt werden („... doivent être séparés de leur contenu par une espace insécable“ – Quelle: fr.wikipedia.org). Die Guillemets werden in Deutschland in der Regel nicht in dieser Form verwendet (ausgenommen vom Rowohlt-Verlag). In der Schweiz wird dies auch relativ konsequent angewendet (aber ohne Zwischenraum vor und nach dem Zeichen). Tastaturkürzel: führendes Anführungszeichen: Windows:   ALT   +   0    1    7    1   Mac OS:   Wahltaste   +   Q   Linux/Xorg:   Compose     <    <   schließendes Ausführungszeichen: Windows:   ALT   +   0    1    8    7    Mac OS:   Umschalt   +   Wahl   +   Q   Linux/Xorg:   Compose     >    >  
    14. 14

      Anpappblatt

      Das Anpappblatt (auch Spiegelblatt) ist der Teil des Vorsatzpapierbogens, der an die innere Seite des Buchdeckels geklebt wird.
    15. 15

      Antiqua

      Die Bezeichnung Antiqua kann je nach Kontext verschiedene Bedeutung haben. Der seit der Renaissance bis heute benutzte Schriftstil der »lateinischen Schrift«, der direkt auf die römische Capitalis (Großbuchstaben) und die karolingische Minuskel (Kleinbuchstaben) zurückgeht. In dieser Anwendung dient der Begriff Antiqua vor allem zur Abgrenzung zum Schriftstil der gebrochenen Schriften. Spricht man ausschließlich von lateinischen Schriften, so wird der Begriff Antiqua in der Regel für alle Schriften mit Serifen benutzt und dient dann insbesondere zur Abgrenzung von serifenlosen Schriften, die gegebenenfalls auch Grotesk oder Linearantiqua genannt werden.
    16. 16

      Apostroph

      Der Apostroph wird in der deutschen Sprache als Auslassungszeichen verwendet. Man beachte auch den Artikel. Es heißt im Singular der Apostroph und im Plural die Apostrophe. Die Bezeichnung »das Apostroph« ist umgangssprachlich. Da der Apostroph auf einer deutschen Tastatur keine sichtbare Entsprechung und macht er Laien deshalb oft Schwierigkeiten bei der Eingabe. Das Zeichen über der Doppelkreuz-Taste (#) ist kein Apostroph: Auch Akzente sind kein Apostroph: Dies ist ein schließendes deutsches Anführungszeichen - kein Apostroph: Das korrekte Apostroph-Zeichen: Tastaturkürzel - Windows:   ALT   +   0    1    4    6   - Mac OS:   Wahl   +   Umschalt   +   #   - Linux/Xorg:   Compose     >    '   Anwendung Vorsicht ist auch beim Einsatz des Apostrophs geboten. Ein Plural-s wird entgegen der vielfach falschen Anwendung nicht durch ein Apostroph abgetrennt: Auch das Genitiv-s wird in den meisten Fällen ohne Apostroph geschrieben: Nicht jedes Wort, das auf »s« endet, verlangt ein Apostroph: Da Fehler dieser Art oft von Laien gemacht werden, bezeichnet man dies umgangssprachlich gern als so genannten Deppenapostroph.
    17. 17

      Apple Advanced Typography

      Apple Advanced Typography (AAT) baut auf Apples QuickDraw-GX-Technologie auf. Es ermöglicht ausgefeilte typografische Funktionen in Apples Betriebssystem und den Programmen, die AAT unterstützen (z.B. TextEdit). Die Möglichkeiten ähneln denen der OpenType-Technologie. Im Gegensatz zu OpenType ist AAT aber ein proprietäres System, dass bislang lediglich in den Apple-eigenen Anwendungen im Zusammenspiel mit Apple-Systemfonts funktioniert.
    18. 18

      Apple Schriftsammlung

      Die Schriftsammlung (englisch Font Book) ist ein Tool zur Verwaltung von Fonts ab Mac OS 10.3. Das Programm ist einfach zu bedienen und bietet eine gute Intergration mit anderen Apple-Anwendungen wie etwa TextEdit. Über die Schriftsammlung lassen sich Fonts installieren, in Sets verwalten bei Bedarf aktivieren und deaktivieren.
    19. 19

      ATypI

      Die Association Typographique Internationale (oder kurz: ATypI) ist eine gemeinnützige typografische Organisation mit Mitgliedern aus über 40 Ländern. Sie wurde 1957 von Charles Peignot (von der französischen Schriftgießerei Deberny & Peignot) gegründet und ein wesentlicher Teil der Arbeit besteht seitdem in der Ausrichtung einer jährlichen Konferenz, bei der Schriftexperten und -anwender an wechselnden Orten der Welt zusammenkommen. Neben der Konferenz sind weitere Ziele der Organisation (zitiert aus den Statuten von 2004): to promote the creation of type and to obtain legal protection for types and typography in the form of laws and international agreements; to oppose all unauthorized copying with every appropriate means, and to ensure among its members the observance of the laws governing the protection of industrial and intellectual property rights and copyrights; to support work toward the creation of an international agreement that will specifically protect type and graphic designs; to provide an arbitration procedure to decide typographical matters; to maintain contact to and co operation with organizations and associations that pursue similar goals; to create an international documentation center for typographical issues; to establish an information and co ordination center for the members so as to prevent them from being held liable for damages due to ignorance of other people's work; to support members in protecting their typographical interests; to act as arbitrator in typographical disputes between the members themselves or between members and third parties; and finally, to promote a critical understanding of typographical issues through the organization of exhibitions, publications, films, meetings, and other public relations events. http://www.atypi.org
    20. 20

      Aufzug

      Ein Aufzug kommt im Buchdruck zum Einsatz. Er besteht aus weichen Materialen (wie Pergament, Leder, Papier oder Gummi) und bedeckt beim Druck dem Tiegel oder Druckzylinder. Dadurch wird eine nötige Flexibilität erreicht und die empfindlichen Bleibuchstaben berühren den metallischen Gegendruckkörper nicht direkt. Außerdem lässt sich über den Aufzug der Pressdruck grundsätzlich oder partiell einstellen, um auf verschiedene Bedruckstoffstärken oder ungleichmäßigen Abdruck der Form zu reagieren.  Der Aufzug kann direkt und permanent auf den Tiegel oder Druckzylinder einer Hochdruckpresse aufgespannt sein. Bei frühen Spindel- und Kniehebelpressen wurde der Aufzug dagegen in einen separaten Rahmen gespannt, der dann erst beim Druck auf die Form geklappt wurde.  Einfache Abzugspresse (»Nudel«) mit Papieraufzug
    21. 21

      Ausbinden

      Ausbinden ist das Umlegen des Satzes mit einer Schnur, damit der Satz zusammengehalten wird. Siehe auch »Kolumnenschnur«. 
    22. 22

      Ausgleichsleerzeichen

      Das Ausgleichsleerzeichen ist ein besonderer Leerraum in Designanwendungen wie Adobe InDesign und nimmt im Blocksatz den gesamten zur Verfügung stehenden Raum ein.    
    23. 23

      Auslassungszeichen

      Das Auslassungszeichen (auch »Ellipse« genannt) verdeutlicht ausgelassene Wortteile, Wörter oder Sätze. Auslassungen werden nicht durch Aneinanderreihung von Satzpunkten erzeugt. Fonts enthalten stets ein Zeichen für die Ellipse. Anwendung Auslassungen werden nicht durch Aneinanderreihung von Satzpunkten erzeugt: Ersetzt das Zeichen lediglich einen Wortteil, schließt es direkt an den letzten Buchstaben an: Werden ganze Wörter oder Wortgruppen ersetzt, wird ein Leerzeichen voran- und nachgestellt: Tastaturkürzel Das Auslassungszeichen: PC:   ALT   +   0    1    3    3    Mac OS:   Wahl   +   .   (Punkttaste) Endet ein Satz mit einer Ellipse, kann der Schlusspunkt entfallen. Andere Satzzeichen werden aber gesetzt.
    24. 24

      Ausschließen

      Ausschließen ist im Handsatz der Prozess, der nötig ist, um den Satz einer Zeile auf die gewählte Zeilenbreite zu bringen. Dazu werden vor allem die mit dem Ausschluss erzeugten Wortzwischenräume möglichst gleichmäßig angepasst. Die Erweiterung der Räume wird Austreiben genannt, die Verringerung Einbringen. 
    25. 25

      Ausschluss

      Ausschluss sind im Buchdruck sämtliche Teile, die bei Satz zum Ausfüllen der Räume zwischen Buchstaben, Wörtern und Zeilen Verwendung finden. Da sie eine geringere Höhe und kein Bild besitzen, drucken sie nicht mit und werden entsprechend auch als Blindmaterial bezeichnet. 
    26. 26

      Auszeichnung

      »Auszeichnung« nennt man in der Typografie das Hervorheben von Textstellen durch typografische Mittel, zum Beispiel die Änderung des Schriftschnittes (kursiv, fett, Kapitälchen) sowie das Sperren oder Unterstreichen der Textstelle.
    Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Eine elegante Display-Schrift von Friedrich Althausen mit 200 Ligaturen
Eine elegante Display-Schrift von Friedrich Althausen mit 200 Ligaturen
Eine elegante Display-Schrift von Friedrich Althausen mit 200 Ligaturen
Eine elegante Display-Schrift von Friedrich Althausen mit 200 Ligaturen
×

Hinweis

Wie die meisten Websites, legt auch Typografie.info Cookies im Browser ab, um die Bedienung der Seite zu verbessern. Sie können die Cookie-Einstellungen des Browsers anpassen. Anderenfalls akzeptieren Sie bitte die Speicherung von Cookies. Weitere Details in der Datenschutzerklärung