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      Falzkegel

      Beim Falzkegel ist der gesamte Bleisatz-Letternkörper schräg gestellt, entsprechend dem Neigungswinkel der jeweiligen Schriftart. Für Zeilenanfang und -ende werden spezielle dreieckförmige Ausschluss-Stücke benötigt, die an der der Letter zugewandten Seite ein entsprechendes Profil haben müssen. Falzkegel sollten das Abbrechen von Überhängen bei Kursiv- und Schreibschriften verhindern. Der Vorgang des Setzens ist mit Falzkegelschriften in der Regel etwas verlangsamt, weil man mit zwei Arten Auschluss arbeitet und die Lettern genau ineinanderstecken muss – in manchen Schriften auch mittels Nut und Feder. Hersteller für Falzkegelschriften in Deutschland waren zum Beispiel Genzsch & Heyse in Hamburg und Schelter & Giesecke in Leipzig. (Beispiel einer Falzkegelschrift. Fotos: Thomas Gravemaker)
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      Festeinband

      Ein Festeinband (auch Deckenband, Hardcover) ist ein Buch mit einem festen Einband (meist aus Karton oder Pappe), der als Vorderdeckel, Hinterdeckel und Buchrücken separat als ein Stück hergestellt wird. Diese sogenannte Buchdecke wird dann über den Vorsatz mit dem Buchblock verbunden. 
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      FFIL

      FFIL ist der interne Bezeichner eines Mac-OS-Fontkoffers.
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      Flare Serif

      Flare Serif ist die englische Bezeichnung für gekehlte Serifenansätze. Schriften mit dieser Gestaltung lassen sich daher gegebenenfalls nicht eindeutig in die zwei typischen Hauptkategorien serifen- bzw. serifenlose Schrift einordnen.   
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      Fleisch

      Fleisch nennt man den nicht druckenden Raum auf der Kopfseite des Schriftkegels, der das Buchstabenbild umgibt. Dies schließt auch die Ober- und Unterlängen sowie Vor- und Nachbreite links und rechts vom Buchstabenbild mit ein. Die Bezeichnung stammt aus dem Bleisatz, kann aber gleichsam auf den virtuellen Kegel digitaler Glyphen angewendet werden.
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      Fliegendes Blatt

      Das fliegendes Blatt bzw. der fliegende Vorsatz bezeichnet die lose Hälfte des Vorsatzes, die dem Schmutztitel vorangestellt ist. Da das fliegende Blatt nicht Teil des Buchblocks ist, wird es auch bei der Seitenzählung nicht berücksichtigt. 
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      Fliegenkopf

      Ein Fliegenkopf ist das charakteristische Druckbild, das durch auf den Kopf gestellten Buchstaben entsteht. Es wird also der Fuß der Letter mit der Gießrille abgedruckt, wodurch zwei Rechtecke entstehen. Ein Fliegenkopf kann ein Versehen oder eine absichtliche Markierung des Setzers sein. Textstellen auf diese Weise zu markieren wird Blockieren genannt. 
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      FOG

      FOG ist der Dateisuffix der offenen Dateien des Font-Edtitors Fontographer.
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      FON

      Dateien mit der Endung .FON sind Bitmapfonts für Microsoft Windows, die vor allem in älteren Versionen des Betriebssystems (z.B. Windows 3.x) zum Einsatz kamen.
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      Font

      Ein Font ist eine Menge von druck- bzw. darstellbaren Buchstaben. Die Bezeichnung bezog sich ursprünglich auf einen zusammengehörigen Satz gegossener Bleilettern. Im Desktop Publishing bezeichnet Font heute vor allem die digitale Form von Schriften, das heißt die Fontdateien selbst. Umgangssprachlich wird Font oft synomym zu Schriftart verwendet, auch wenn diese Anwendung nicht ganz korrekt ist. Mehr dazu im Fachartikel Unterschiede zwischen Schriftart, Font und Zeichensatz.
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      Font Navigator

      Font Navigator ist ein Fontmanager von Bitstream, der als Softwarebeigabe Versionen der CorelDRAW Graphics Suite beiligt. Der Fontmanager ist auschließlich für Windows verfügbar. Der Font Navigator bietet eine einfache Drag&Drop-Bedienung. Das viergeteilte Fenster zeigt die verfügbaren Fonts auf der Festplatte (links oben), die installierten Fonts (rechts oben) und ein Schriftmuster der ausgewählten Fonts (rechts unten). Die Fonts lassen sich nach eigenen Kriterien zu Schriftgruppen (»Ordner«) zusammenfassen, die sich dann mit einem Klick aktivieren/deaktivieren lassen. Seit Version 5 unterstützt der Font Navigator auch OpenType-Fonts und bietet eine direkte Anbindung an MyFonts.com. Der Katalog von MyFonts lässt sich direkt im Font Navigator durchsuchen, einschließlich der Generierung von eigenen Mustertexten in den gewählten Fonts. Die gewünschten Fonts können anschließend gekauft und direkt im Font Navigator heruntergeladen und installiert werden. Eine weitere nützliche Funktion ist das einfache Drucken von Schriftmustern gewählter Fonts.
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      FontAgent Pro

      FontAgent Pro ist ein professioneller Fontmanager des Unternehmens Insider Software für PC und Mac. Das übersichtliche Interface besitzt die übliche Aufteilung, wie man sie auch von Suitcase oder dem Fontexplorer kennt. FontAgent bietet eine sehr ausgefeilte Verwaltung des Schriftesbestandes. Die Fonts lassen sich mit Schlagwörtern versehen und verschiedenen Bibliotheken und verschachtelbaren Sets zuweisen (teilweise sogar automatisiert). Anschließend ist es spielend einfach, Schriften nach bestimmten, beliebig kombinierbaren Kriterien zu finden. Die Schriftsuche ist dabei auch an den Online-Shop MyFonts angebunden. Nicht vorhandene Schriften können dann mit wenigen Klicks erworben werden. Natürlich bietet FontAgent Pro die Möglichkeit der Auto-Aktivierung von Fonts, wenn sie von Programmen (etwa der Creative Suite) angefordert werden. http://www.insidersoftware.com/
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      FontArk

      FontArk ist ein Online-Font-Editor, der direkt im Browser bedient werden kann. Das Programm arbeitet nicht nur mit Buchstaben-Umrisslinien, sondern bietet vor allem einen Skelettmodus, bei dem sich die Strichstärke dynamisch zuweisen lässt. Auf diese Weise lassen sich Parameter wie Buchstabenweite und -höhe relativ einfach modifizieren. Homepage des Fonteditors: http://fontark.net/
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      Fontcase

      Der OSX-Fontmanager Fontcase von Pieter Omvlee tritt in erste Linie als professioneller Ersatz die Apple Schriftsammlung an und hat sich eine einfache und intuitive Bedienung auf die Fahnen geschrieben. Die Fonts können in Sets oder nach Designern, Foundrys, Stichworten oder Genre organisiert werden. Eine Druckfunktion ermöglicht das einfache Erstellen von gedruckten Schriftmustern. Insgesamt orientiert sich das Programm an OS-X-Programmen wie iTunes oder iPhoto mit ihren typischen Listen, Alben und Informationsfenstern. Das Programm hat eine klare Benutzeroberfläche, die sich in drei Bereich gliedert: die Menüleiste, den Schriftbereich und den Vorschaubereich. Schriften werden in »Alben« zusammengefasst. Bei Bedarf können sich mehre dieser Alben zusammenlegen lassen. Das ist praktisch, wenn die Software verschiedene Schnitte nicht automatisch als zusammengehörig erkennt. Ein Album kann man durch doppelklicken öffnen und die dazugehörigen Schriften bzw. -schnitt ansehen – analog zur iTunes-Albendarstellung. Schriftverwaltung Programmseitig: Zur Verwaltung verschiebt das Programm alle Schriften in eine eigene Bibliothek und kopiert nur die jeweils aktivierten in den offiziellen Benutzerschriftordner. Schriften, Alben oder ganze Sammlungen (s. u.) können durch an- oder abhaken (de)aktiviert werden. Die aktiven Schriften werden durch einen gut sichtbaren grünen Balken markiert und Systemschriften bekommen eine Schwarz-Gelb-Baustellen-Banner. Letztere lassen sich mit der Software nicht deaktivieren. Benutzerseitig: Es gibt verschiedene Kategorien, in denen man die Schriften sortieren kann: Fonts zeigt eine Liste mit allen Kästen der Schriften an. Smart zeigt eine Liste der intelligeneten Sammlungen. Diese können Schriften, bei bei denen bspw. der Name einen bestimmten Text enhält oder die aktiviert sind, sammeln. Collections zeigt eine Liste der manuell angelegten Sammlungen. Einer solchen Sammlung kann ein Font über das Kontextmenü oder via Drag & Drop hinzugefügt werden. Genre Tag Designers kategorisiert nach dem Schriftentwickler Foundries sammelt die Schriften nach der Herstellerangabe Languages sortiert die Schriften nach damit darstellbaren Sprachen Für jeden Schriftschnitt gibt es ein Infofenster, in dem Name, Genre, Tags usw. festgelegt werden können. Ist eine oder mehrere Schriften ausgewählt, können diese in einer Vorschau dargestellt werden. Dabei stehen drei Ansichten mit änderbarer Schriftgröße zur Auswahl: Display zeigt einen kurzen, wählbaren Text und darunter eine AaBbCc-Liste Body zeigt einen längeren wählbaren Text, der links-, rechtsbündig, zentriert oder im Block dargestellt werden kann Glyphs zeigt alle verfügbaren Zeichen einer Schrift ggf. nach Kategorien sortiert/gefiltert Druckfunktion Eine Druckfunktion ist vorhanden, aber relativ rudimentär. Es wird für jeden ausgewählten Schriftschnitt eine Seite mit Infos, je einer Darstellung als Head und Body sowie eine Glyphenliste ausgegeben. Typesetter Zum Lieferumfang des Programmes gehört auch der Typesetter, der wie ein kleiner Internetbrowser funktioniert, in dem man die auf den aufgerufenen Internetseiten benutzten Schriften austauschen und Schnitt, Größe, Durchschuss, Farbe und Ausrichtung verändern kann. Um eine Schrift zuzuweisen, kann man diese einfach aus dem Fontcase-Fenster ziehen; dazu muss diese nichtmal aktiv sein. Update Das Programm ist mittlerweile nicht mehr erhältlich.
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      FontExplorer X Pro

      Der FontExplorer ist ein professioneller Fontmanager mit optionaler Server-Anbindung, der ursprünglich als eine Art »iTunes für Schriften« von Linotype entwickelt und kostenlos vertrieben wurde. Mit der Übernahme von Linotype durch Monotype wurde die Software jedoch kommerziell. Die Client-Anwendung des Fontmanagers trägt den Titel FontExplorer X Pro und ist für PC und Mac verfügbar. Insbesondere die Mac-Version erfreut sich großer Beliebtheit und wird zahlreich eingesetzt. Für den FontExplorer X Pro gibt es zusätzlich einen Fontserver für die Arbeit in Netzwerken. Der Server läuft wahlweise unter MacOS X oder Windows. Beide Versionen können natürlich von Clients unter Windows und MacOS X angesprochen werden. Die Verwaltung durch den Administrator erfolgt ebenfalls direkt in einem beliebigen angeschlossenen FontExplorer-Client. Man benötigt also keine zusätzliche Anwendung oder ein sperriges Webinterface. Die Zuordnung der Fonts und Fontgruppen zu den einzelnen Nutzer erfolgt über die üblichen Rollenmodelle, das heißt, alle Einstellungen und Befugnisse können sowohl einzelnen Personen als auch ganzen Gruppen zugewiesen werden. Die Fonts werden bei Bedarf auf den jeweiligen Client-Rechner heruntergeladen und sind im FontExplorer X Pro verfügbar. Eine dauerhafte Netzwerkverbindung ist daher nicht nötig. Auf Wunsch kann der Administrator den Zugang aber auf eine bestimmte Anzahl von Tagen beschränken. Über das Interface hat der Administrator jederzeit den Überblick, welche Clients derzeit Schriften in Benutzung haben und ob die Anzahl der zur Verfügung stehenden Lizenzen eingehalten wird. Diese Angabe hat allerdings nur Informationscharakter. Eine Beschränkung der Nutzung erfolgt durch den FontExplorer nicht. Auch auf der Administratorebene gibt es übrigens eine volle Backup-Funktionalität für Fonts und Einstellungen. Der FontExplorer X Server ist nicht zu einem Festpreis verfügbar, sondern ist gegen eine jährlichen Lizenzgebühr erhältlich, die von der Anzahl der angeschlossenen Clients abhängig ist. Besonders schmackhaft wird das Paket für Agenturen durch die im Preis inbegriffenen 4000 OpenType-Fonts aus den Font-Paketen der ITC Library (OpenType Edition Version 1), Monotype Library (OpenType Edition Version 1) und Linotype Originals (OpenType Edition, Version 2). Eine Angebotsanfrage kann auf der FontExplorer-Homepage abgesendet werden. http://www.fontexplorerx.com
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      Fontkoffer

      Ein Fontkoffer (englisch: suitcase) ist ein Container-Format, das bei den verschiedenen Versionen des Mac-OS-Betriebssystems zum Einsatz kommt bzw. kam und verschiedene Fontdaten enthalten kann. Ein Fontkoffer enthält in der Regel Bitmapfonts zu einem korrespondierenden PostScript-Type1-Font oder die verschiedenen Schnitte eines TrueType-Fonts.
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      Formschlüssel

      Der Formschlüssel (auch Schließschlüssel, Schließzeugschlüssel, Schließformschlüssel oder kurz Schlüssel) dient zum Spannen und Lösen des Schließzeuges beim Prozess des Formschließens. 
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      Fotosatz

      Der seit den 1960er Jahren verbreitete Fotosatz basiert auf der Belichtung der Schriftzeichen mittels optischer (und später optoelektronischer) Verfahren auf einen Trägerfilm, der dann in der Regel die Vorlage für den Offsetdruck bildet. Eines der ersten erfolgreichen Geräte ist die seit 1962 von dem aus Berlin stammenden Unternehmen Berthold vertriebene diatype. Über einen Pistolengriff wird das gewünschte Zeichen ausgewählt. Über eine drehbare Schriftscheibe, die die Negativformen von 195 Buchstaben enthält, wird das gewählte Zeichen auf fotografisches Material belichtet. Der Satz (hauptsächlich Überschriften und andere kurze Texte) muss gut geplant und sehr sorgfältig ausgeführt werden, denn eine Sichtkontrolle während der Arbeit ist nicht möglich. Mit dem Fotosatz etabliert sich auch erstmals das Prinzip skalierbarer Schriften. Während man im Bleisatz noch jede Schriftgröße einzeln fertigen musste, so erlaubt beispielsweise die diatype Schriftgrößen zwischen 4 und 36 Punkt von einem einzigen Schriftträger aus. Seit den 1970er Jahren wurde der Fotosatz zunehmend auf die elektronische Datenverarbeitung umgestellt. Die Erfassung und die Belichtung der Texte wurden voneinander getrennt. Die Eingabe der Texte erfolgte mit Tastatur und einer (teils stark eingeschränkten) Sichtkontrolle am Monitor. Die erfassten Texte konnten so im Nachhinein beliebig korrigiert werden und Schriften und Schriftsatzparameter waren variierbar. Die Belichtung des Trägermaterials erfolgt dann schlussendlich, je nach System, mittels Halogenlampen, Xenonblitz, Kathodenstrahlröhre oder Laserstrahl.
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      Frontispiz

      Das Frontispiz ist eine dekorative oder informative Abbildung, die sich auf der dem Titelblatt gegenüberliegenden Seite befindet.
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      Frosch

      Als Frosch wird der Schieber an einem Winkelhaken bezeichnet, mit dem die Zeilenbreite eingestellt wird. 
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      Fundament

      Das Fundament ist ein Bauteil einer Hochdruckmaschine, das die Druckform trägt. Es kann je nach Bauart feststehend oder beweglich sein. Wesentlich ist eine fehlerlose und absolut glatte Oberfläche, damit die druckenden Elemente exakt auf einer Höhe stehen.  
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Canapé – die gemütliche Schriftfamilie von Sebastian Nagel
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