17 Fachbegriffe in dieser Kategorie
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Das lange s (ſ) ist eine grafische Variante des Buchstabens s. Das Zeichen entstand durch eine Streckung des Versal-S und kam in der karolingischen Minuskel als alleinige Repräsentation des s-Graphems zum Einsatz. Im 15. und 16. Jahrhundert setzt sich dann in Druck- und Handschriften im lateinischem Schriftsystem eine gemeinsame Anwendung von langem und rundem s durch – zunächst gänzlich unabhängig von Schriftstil und Sprache. Die Wahl zwischen ſ und s erfolgte stellungsbasiert. Worts
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Langstrich ist eine in der DIN 5008 benutzte Bezeichnung für den Halbgeviertstrich.
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Die Laufweite (englisch: Tracking) bezeichnet den generellen Buchstabenabstand einer Schrift. Im Digitalsatz kann die Laufweite als einzelner Parameter heute beliebig und – im Gegensatz zum Bleisatz – auch bis in den negativen Bereich variiert werden. Ist die Laufweite Null, schließen alle Buchstabenkegel direkt aneinander an. Ist die Laufweite größer Null, besteht ein Abstand zwischen den Buchstabenkegeln. Ist die Laufweite negativ, werden die Buchstabenkegel übereinander geschoben.
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Wenn ein Schriftsetzer im Bleisatz ein Wort oder eine Zeile des Manuskriptes ausgelassen hat, wird dies im Fachjargon Leiche genannt.
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Die Lesbarkeit beschreibt die Verständlichkeit von Informationen. Im Gegensatz zur eher objektiv einschätzbaren Leserlichkeit ist die Lesbarkeit jedoch immer von einem Subjekt abhängig. Ein fremdsprachiger Text kann leserlich präsentiert sein, aber er ist für den einzelnen deshalb nicht zwangsläufig auch lesbar. Zu den Einflussgrößen der Lesbarkeit zählen unter anderem: Darstellung der Textinformation (siehe Leserlichkeit) Satzbau und Sprachstil Inhalt und dessen Komplexität Subjekta
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Die Lesefreundlichkeit beschreibt, inwieweit eine Schrift und das gegebenenfalls mit ihr gesetzte Schriftbild so gestaltet sind, dass man den Text auch auf Dauer bequem und ermüdungsfrei lesen kann. Die Art der Informationsdarbietung sollte dafür zunächst leserlich (entzifferbar) und lesbar (verständlich) sein. Die Lesefreundlichkeit beschreibt eine darüber hinaus gehende Eigenschaft. So können etwa die Buchstaben einer Monospaced-Schrift problemlos lesbar sein. Aber wegen ihrer gleichförmigen
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Die Leserlichkeit beschreibt, wie gut oder schlecht Informationen objektiv aufgenommen beziehungsweise entziffert werden können. Zu den Einflussfaktoren der Leserlichkeit zählen unter anderem: Textabhängige Einflüsse (Schriftart, Schriftgröße, Textmenge, Layout, Kontrast etc.) Zeichenträgerabhängige Einflüsse (Material, Glanzeigenschaften etc.) Situationsabhängige Einflüsse (Abstand, Sichtwinkel, Lichtverhältnisse etc.) Anforderungen für optimale Leserlichkeit unter verkehrsüblich
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Der englische Begriff Lettering hat je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen: 1. Allgemeinsprachlich In der Allgemeinsprache beschreibt lettering als Partizip Präsens von letter ganz allgemein den Einsatz von Buchstaben, etwa im Sinne des deutschen Begriffes »Beschriftung«. (siehe Wiktionary) 2. In der Typografie Als typografischer Fachbegriff bezeichnet Lettering eine spezifische Art, Textinformationen zu entwerfen. Beim Lettering werden Buchstaben oder Wörter einzeln fü
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LF ist die Abkürzung für Lining Figures – im deutschen Sprachraum in der Regel als Versalziffern bezeichnet.
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Das Satztechnische Lexikon (1925) definiert licht als »alle zart, fein gezeichneten Schriften«, die sich damit insbesondere von den »kräftig, fett, schwarz gezeichneten Schriften unterscheiden«. Außerdem wird betont: »Konturschriften sind hier nicht einzureihen.« Ungeachtet dieser Definition benutzten die Schrifthersteller im deutschsprachigen Raum die Bezeichnung »licht« insbesondere für solche Konturschriften, die heute, im Zuge der Globalisierung meist mit dem Zusatz »outline« bezeichnet
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Bezeichnung für Groteskschriften in der Schriftklassifikation DIN 16518
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Eine Logotype (Plural Logotypen) bezeichnet in der Drucktechnik (Handsatz) einen Schriftkegel mit mehreren Buchstaben oder ganzen Wörtern. Das Wort bildet sich aus dem altgriechischen λόγος (lógos: sinnvolles Wort) und der Type (→ Letter, Schriftkegel). Logotypensatz als Technik Mit Logotypensatz (»Logotypie«) zur Beschleunigung des Handsatzes wurde mindestens seit dem 18. Jahrhundert experimentiert. Statt Einzellettern zu benutzen, werden mehrere Zeichen auf einen Kegel gegoss
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Mit Logotypensatz (»Logotypie«) zur Beschleunigung des Handsatzes wurde mindestens seit dem 18. Jahrhundert experimentiert. Statt Einzellettern zu benutzen, werden mehrere Zeichen auf einen Kegel gegossen und die nötigen Handgriffe des Setzers somit reduziert. Zeitweise wurde die Logotypie beim Druck der Londoner Times angewandt. Bei einem Logotypensatzwettbewerb in Wien im Jahre 1883 wurde eine Höchstleistung von 3500 Zeichen in der Stunde erreicht. Dennoch konnte sich die Technik nicht auf bre
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Lückenbüßer waren im Bleisatz kurze Notizen oder kleine Inserate, die der Metteur im Text- und Anzeigenteil einer Zeitung einfügte, um Lücken oder großflächigere Umstellungen des Textsatzes zu vermeiden.
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Eine intern mit LWFN (»LaserWriter Font«) identifizierte Datei ist Teil eines PostScript-Type1-Fonts am Macintosh und enthält die Outline-Beschreibung. Um den Font benutzen zu können, benötigt man zusätzlich einen Fontkoffer, der die korrespondierenden Bitmapfonts enthält.
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Oft aufgerufene Begriffe
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Die vier Umschlagseiten werden mit U1 bis U4 bezeichnet. Das erste, was man von einer Publikation, sei es nun Buch, Zeitschrift oder sonst etwas, sieht, ist die Seite U1. Schlägt man das Werk auf, schaut man links auf die, bei Büchern in der Regel unbedruckte, Seite U2 (und bei Büchern rechts dann auf den Schmutztitel). Blättert man nun das ganze Werk durch, bis man die letzte Seite umgeschlagen hat, dann ist links die letzte Seite des Werkes und rechts liegt U3, bei Büchern meistens ebenf
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Versalien ist der typografische Fachbegriff für Großbuchstaben. Der Begriff leitet sich ursprünglich von den Großbuchstaben ab, die am Anfang einer Verszeile (lat. versus = »Zeile«) standen. Der Singular lautet der Versal, wird aber in der Typografie praktisch nie gebraucht. Die Schreibweise in Versalien zählt neben kursiv, fett etc. zu den Auszeichnungsarten im Schriftsatz. Ein anderes, ebenfalls häufig gebrauchtes Wort für Großbuchstaben ist Majuskeln – im Gegensatz zu den Minuskeln, den
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Das Versal-Eszett bezeichnet die Großbuchstabenform des Buchstaben ß (Eszett). Die Erweiterung des deutschen Alphabets um diesen Buchstabens wird seit Ende des 19. Jahrhundert diskutiert. Bis 1941 waren in Deutschland die gebrochenen Schriften für deutsche Texte vorherrschend und in diesen Schriften gibt es nur in sehr seltenen Fällen Großschreibung von Wörtern. Das ß existierte deswegen lange Zeit nur als Kleinbuchstabe, da es für eine Großbuchstabenvariante schlicht keinen Bedarf gab. Seit dem
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Mit Condensed wird eine im Vergleich zum Normalschnitt schmaler laufende Schrift bezeichnet. Condensed-Schriften bieten sich auf Grund des geringeren Platzbedarfes zum Beispiel für Tabellen oder Zeitungsüberschriften an. Eine Schrift, die im Gegensatz zur Standardweite noch breiter läuft, wird im Englischen Extended bezeichnet.
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Die Versalhöhe beschreibt die Höhe eines Großbuchstabens (z.B. des H) des jeweiligen Schriftschnittes.
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LF ist die Abkürzung für Lining Figures – im deutschen Sprachraum in der Regel als Versalziffern bezeichnet.
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Anfang des 20. Jahrhunderts schuf der deutsche Grafiker Ludwig Sütterlin im Auftrag des preußischen Kultur- und Schulministeriums zwei Schulausgangsschriften: eine nach lateinischen Schriftstil, und eine zweite als Weiterentwicklung der bis dahin im deutschsprachigen Raum vorherrschenden Kurrentschrift. Letztere bekam in der Folge die umgangssprachliche Bezeichnung Sütterlinschrift. Sütterlin verzichtete in seiner Vorlage auf die typische Schrägstellung der Kurrent und den Schwellzug.
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Gruppe I: Venezianische Renaissance-Antiqua Entwickelt um 1470 vor allem durch Nicolaus Jenson, Venedig, aus der humanistischen Minuskel. Das handschriftliche Vorbild dieser Druckschrift wurde mit der schräg angeschnittenen Breitfeder im Wechselzug geschrieben. Erkennungsmerkmale: Serifen Achse der Rundungen Ansatz (Dachansatz) der Serifen Querstrich des kleinen »e« der Kleinbuchstaben sind höher als die Versalien Strichstärken-Unterschiede
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Der Begriff Kurrent kann im weitesten Sinne als Synonym von Schreibschriften (von lateinisch currere: »laufen«) benutzt werden. Diese Bedeutung ist jedoch nicht die übliche. In der Regel meint man mit Kurrent einen spezifischen Schreibschriftstil des lateinischen Schriftsystems, der auf die gotische Kursive des 15. Jahrhunderts zurückgeht und sich im deutschsprachigen Raum bis ins 20. Jahrhunderts als verkehrsübliche Schreibschrift halten konnte. Die Kurrent bildet als Schreibschrift das Pendant
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Der Bleisatz ist ein Satzverfahren, das in unserem Kulturkreis seit seiner Erfindung durch Johannes Gutenberg in Mainz um 1440 angewendet wird. Dabei werden die Texte aus sogenannten beweglichen Lettern – einzelnen Buchstaben aus einer Blei-Zinn-Antimon-Legierung – zu einer Druckform zusammengesetzt, und von diesen wird im Hochdruckverfahren gedruckt. Handsatz in einer amerikanischen Staatsdruckerei Das manuelle Zusammenfügen der einzelnen Lettern durch einen Schriftsetzer wird H
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Typo-Wiki-Index
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